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Digitale optische Speicher
WORM Write Once Read Many
WORM Medien können einmal beschrieben und dann immer wieder gelesen werden. Zu unterscheiden sind Soft WORM (auch WORM-MO datentheoretisch veränderbar) und True WORM (unveränderliche Information, geeignetes Speichermedium für die revisionssichere Langzeitarchivierung). Dieses System wird aufgrund der längeren Datenhaltbarkeit häufig für die Langzeitarchivierung eingesetzt. Bei Markenmedien werden Garantien von 40 Jahren und mehr auf die Lesbarkeit der Daten ausgesprochen. Die Aufnahmekapazität von Daten beträgt bis zu 9,1 GB je Medium. Der Zugriff erfolgt i.d.R. über SCSI und die Datenübertragungsrate ist mit 1,2 – 2,3 Mbyte/s für die heutige Zeit sehr gering. Der Einsatz der WORM Medien ist historisch gewachsen. Lange Zeit waren WORMs die Medien mit der höchsten Kapazität.
CD Compact Disk
Die Idee für die heutige CD ist im November 1974 im Labor von PHILIPS entstanden. Ziel war es, Audio-Signale dauerhaft, verlustfrei und qualitativ besser zu speichern und eine verlustfreie Wiedergabe zu ermöglichen. Doch erst 1982/83 standen die ersten CD Player in den Regalen der Geschäfte. Durch die Zusammenarbeit von SONY und PHILIPS wurde ein Standard entwickelt. Die Weiterentwicklung der CD fand in unterschiedliche Richtungen statt. Neben der CD-ROM (ist nur lesbar, nicht beschreibbar), der CD-R (einmal beschreibbar, dann nur noch lesbar) und CD-RW (ca. 1000 Mal beschreibbar, dann nur noch lesbar) sind auch Sonderformate für die Unterhaltungsindustrie entwickelt worden. Die CD-I (Interaktive Spiele etc.) konnte sich nicht durchsetzen, die Photo-CD hat sich inzwischen etabliert, die CD-Extra (Audio –und Datenspur nebeneinander) wird von der Musikindustrie verstärkt genutzt, um neben den Audiodaten noch Bilder etc. unterzubringen. Um die Einsetzbarkeit der CD Medien zu gewährleisten sind entsprechende Standards (Books) festgelegt worden. Das physikalische Format für Daten CDs wird im Yellow-Book beschrieben, für Audio CDs im Red-Book, für CD-Is im Green-Book, für beschreibbare CDs im Orange-Book etc. Die Aufnahmekapazität von Daten auf eine CD beträgt bis zu 800 MB. Der Zugriff kann über SCSI oder über DIE erfolgen. Die Datenübertragungsrate ist abhängig vom CD Laufwerk und Controller. Bei einfacher Geschwindigkeit (nicht mehr erhältlich) liegt sie bei 150 kb/sek. Bei schnelleren CD Laufwerken kann die Datenübertragungsrate bis zu 10,8 MB/sek. Betragen (72-fache Geschwindigkeit). Der Preis eines Mediums ist unschlagbar mit ca. 0,25 EUR (Stand: 04/2002) pro beschreibbarem Medium. Ein Nachteil von Compact Disk darf hierbei nicht vergessen werden. Die Haltbarkeit beträgt lediglich 10-15 Jahre. Ein umkopieren der Daten (z.B. wg. Gesetzliche Aufbewahrungsfristen) auf andere Medien wird irgendwann erforderlich.
DVD Digital Versatile Disk
Die Idee zur Entwicklung der DVD wurde am 15.09.1995 geboren, als Hardware-Hersteller, Vertreter der Computer und Musikindustrie sich auf ein neues vielseitiges (Digital Versatile Disc) Medium einigten. Die DVD ist eine Art Kompromiss der Multimedia CD (MMCD von SONY und Philips) und der SuperDisc (SD von Panasonic), die eine kurze Zeit auf dem Markt glänzten. Die DVD sieht also aus wie eine gewöhnliche CD, ist aber in der Lage, durch eine höhere Dichte der Informationseinheiten (Pits) und der Möglichkeit, auch doppelseitig beschrieben werden zu können, eine höhere Speicherkapazität bereitzustellen. Durch die höhere Speicherkapazität profitierten alle beteiligten Industriezweige. Bei der DVD ist es technisch möglich, zwei Schichten pro Seite, sogenannte Layer, zu beschreiben. Der empfindliche Laserstrahl kann die erste Schicht lesen, aber auch durch diese hindurchdringen, um an die Informationen der tieferliegenden Schicht zu gelangen. Die speichertechnisch größte DVD, die DVD-18, ist zweiseitig auf jeweils zwei Layern beschreibbar und bietet eine Kapazität von ca. 17 GigaByte. Wie bei der CD sind auch hier Standards für einige Einsatzbereiche entwickelt worden, um die Einsatzmöglichkeiten zu erhöhen. Neben der DVD-R (einmal beschreibbar) und der DVD-RW (mehrfach beschreibbar) gibt es noch die DVD-RAM (nur beschreibbar wenn sie in eine Cartridge gelegt wird). Weitere Richtlinien sind für die Unterhaltungsindustrie definiert (DVD-Video, DVD-Audio und DVD-ROM). Der Anspruch der DVD als universeller Multimediastandard Compact-Discs, Videokassetten, CD-ROMs und PC-Wechselplatten abzulösen, ist bisher noch nicht vollzogen. Der Zugriff kann über SCSI oder über IDE erfolgen. Die Datenübertragungsrate ist abhängig vom DVD Laufwerk. Bei einfacher Geschwindigkeit liegt sie bei 1,3 Mbyte/sek. Bei schnelleren DVD Laufwerken kann die Datenübertragungsrate bis zu 20,8 MB/sek. betragen (16fache Geschwindigkeit). Der Preis eines Mediums ist mit ca. 10 EURO teurer als eine CD-R aber immer noch günstiger als eine WORM für ca. 40 EURO (Stand: 04/2002).
Einsatz in elektronischen Archiven
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Klassiker in elektronischen Archiven die WORM und CD Medien sind. Diese werden in Jukeboxen gelagert. In einer Jukebox können mehrere hundert Medien lagern und bei Bedarf zum Beschreiben bzw. zum Lesen automatisch in das entsprechende Laufwerk geführt werden. Die Speicherkapazität ist bei beiden Medien im Vergleich zu DVD’s sehr gering. Die aktuellen Entwicklungen im DVD Bereich sehen Kapazitäten von 50 GB und mehr vor (Blu-Ray-Dis Technologie mit einem blauen Laserstrahl). Jukeboxen mit CD-Laufwerken lassen sich meistens mit DVD Laufwerken nachrüsten. Der wahre Grund, weshalb nur wenige Projekte im Bereich der elektronischen Archivierung mit DVD Medien arbeiten, ist die Tatsache, dass die Gerätehersteller es versäumt haben, ein einheitliches Aufnahmeformat zu vereinbaren. Hier werden Erinnerungen an Videorecorder der Systeme BETA, Video2000 und VHS wach, von denen sich nur VHS durchsetzen konnte. Der gleiche Fehler wurde ebenfalls gemacht. Deshalb gilt auch hier, abhängig davon mit welcher Gerätemarke eine DVD aufgenommen wurde, kann sie auch nur mit der gleichen wieder gelesen werden.
Was bringt die Zukunft
Ein Blick in die Zukunft sorgt für weitere Unsicherheit. Es wird ständig an neuen besseren Technologien gearbeitet, um die Speicherkapazitäten zu erhöhen und die Zugriffsgeschwindigkeiten zu verbessern. Erwähnenswerte Entwicklungen sind neben dem Optical Tape von SONY mit 1 TB Speicherkapazität pro Medium und Zugriffsgeschwindigkeit von 100-185 MB/sek. die Fluorescent Multilayer Disc (FMD) der Firma Constellation 3D. Während auf der klassischen DVD maximal zwei Layer möglich sind (Schichten untereinander) und dadurch 18 GB Speicher zur Verfügung stehen, sind bei der FMD zehn Layer und mehr möglich. Dadurch ist eine Speicherkapazität von 100GB und mehr möglich. Die Zugriffsgeschwindigkeit beträgt ca. 1 Gbit/sek. Aufgrund dieser Entwicklungen auf dem Markt und der Tatsache, dass es noch kein einheitliches DVD-Aufnahmeformat existiert, setzen viele Kunden nach wie vor auf die klassischen Medien, wie WORM und die Compact Disk. Der Einsatz von den neuen Medien wird voraussichtlich erst in 3-5 Jahren zum Tragen kommen. Es finden jetzt erst Gespräche statt, ein Konsortium zu gründen, um eine Formatstandardisierung durchzuführen. Erst dann wird das Medium DVD stärker zum Einsatz kommen. Aber auch dann gilt es, die Entwicklung von weiteren neuen Medien nicht aus den Augen zu verlieren, denn die Entwicklung schreitet ständig voran. Auffälligstes Merkmal der Entwicklungen ist, dass bevorzugt 12 cm Medien (DVD, CD, FMD etc.) weiterentwickelt werden. Wer bereits heute eine Jukebox mit CD Laufwerken hat, braucht in Zukunft nur die Laufwerke auszutauschen um auf DVD oder FMD etc. zu wechseln. Diese können meistens abwärtskompatibel lesen. Aber auch für diejenigen, die z.Zt. ein elektronisches Archiv mit WORM Medien im Einsatz haben, müssen nicht auf andere Medien migrieren. Aus Investitionsschutzgründen haben CD –und WORM Medien eine Lebensberechtigung. Denn die Aufgabe – Daten zu archivieren – wird erfüllt.

ISO-Normen für digitale optische Speicher
WORM, MO, CD ...
Normen_OD
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Zuletzt aktualisiert am: 27.4.2002
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